Behördentagung 2026: Sicherheit in Krisenzeiten
8. Februar 2026 – An der Tagung 2026 trafen sich Behördenfrauen, um aktuelle Sicherheitsfragen zu vertiefen, sich auszutauschen und praxisnahes Rüstzeug für ihre Arbeit mitzunehmen.
Nach dem Warm-up von Stephanie Oertli und der Begrüssung durch Madeleine Neubauer durften wir ein spannendes Referat von Bettina Zimmermann zum Thema Sicherheit hören.
Sie zeigte zunächst die aktuelle Weltlage auf und erklärte verständlich, wie Kriege entstehen, welche Formen es gibt und was hybride Kriegsführung bedeutet – von Autokraten über Sabotage an unterseeischen Leitungen bis hin zu gezielter Desinformation. Besonders eindrücklich war der Blick auf die rasante Entwicklung der künstlichen Intelligenz: Filme und Inhalte können heute so realistisch generiert werden, dass kaum noch erkennbar ist, was echt ist. Ihr klarer Appell lautete deshalb, Informationen stets aus mehreren, unabhängigen Quellen zu prüfen.
Ein weiteres zentrales Thema war die zunehmende Radikalisierung junger Menschen im Netz. Auch regionale Entwicklungen wurden dabei aufgezeigt.
Auf Stufe Gemeinde machte Bettina Zimmermann deutlich, wie verletzlich unsere Infrastruktur ist – etwa durch frei zugängliche Leitungen, kritische Knotenpunkte oder die Trinkwasserversorgung. Die entscheidende Frage dabei: Sind wir uns dieser Gefahren wirklich bewusst? Vorbereitung hilft, auch in schwierigen Situationen und Krisen handlungsfähig zu bleiben.
Sicherheit betrifft uns alle. Eine Krise kann plötzlich oder schleichend entstehen und bedroht die Handlungsfähigkeit von Organisationen, Gemeinden oder der Gesellschaft insgesamt, wenn Prozesse und Ressourcen nicht mehr ausreichen.
Den Abschluss bildeten klare Takeaways für die Praxis: eine Kultur des Hinschauens etablieren, Risiken identifizieren, Szenarien ableiten und durchdenken, das Krisenmanagement vorbereiten, einen Krisenstab definieren, Führungsrollen klären, Prozesse und eine einsatzbereite Infrastruktur sicherstellen, die Krisenkommunikation vorbereiten und relevante Partner für den Ernstfall kennen.
Wie immer bot die Pause Raum für Vernetzung und persönlichen Austausch unter den Frauen. Anschliessend ging es in fünf Workshops weiter, in denen sich die Teilnehmerinnen konkretes Rüstzeug für ihre Behördenarbeit aneignen konnten.
Den Abschluss der Tagung bildete ein gemeinsamer Lunch. Viele engagierte und inspirierende Frauen nahmen an der Tagung teil.
Wir freuen uns sehr, dass wir auch in diesem Jahr rund 100 Teilnehmerinnen begrüssen durften – und nehmen viele Impulse für die weitere Arbeit mit. Ein Ausblick sei bereits gewagt: Auch 2027 wird es wieder eine Tagung geben.






